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18.04.18 19:32 Alter: 88 days

Leitartikel aus dem Newsletter [Neues Bewusstsein – April 2018]

Auf dem Weg

Spruch des Monats

Die Essenz meines Lebens: Ich habe meinen Widerstand gegen das Jetzt aufgegeben.

Krishnamurti

                          

Auf dem Weg

Manchmal nervt es wirklich! Da hat man gerade das Gefühl gewonnen, ganz in seiner Mitte zu ruhen und das Leben endlich verstanden und im Griff zu haben und dann beginnt auf einmal doch wieder der Zweifel zu nagen.

Es scheint, als ob man aus seiner Mitte zurück auf den Boden fällt und so ist es auch tatsächlich. Wir bewegen uns von einem Bewusstseinszustand in einen anderen, offensichtlich ohne dies kontrollieren oder vermeiden zu können. Was zurückbleibt ist nur die Sehnsucht nach diesem kurzen glückseligen Moment.

Aber was ist nun da genau passiert? Wir haben den Weg gefunden zu einem erweiterten Bewusstsein, das uns erlaubt hat, die menschlichen Erfahrungen – wie sinnliche Wahrnehmungen, Gedanken, Emotionen, Urteile – zu übersteigen. In diesem Bewusstsein fällt alles weg, mit dem der Verstand vertraut ist und sich immer auseinandersetzt. Einerseits bringt das seinen ständigen Überlebenskampf zu Ruhe, andererseits jedoch würde ein solcher Dauerzustand unseren Verstand überflüssig machen.

Der Verstand löst dieses Dilemma ganz pragmatisch: Er wickelt sich um dieses wunderschöne Gefühl, in seiner Mitte zu sein, herum und macht, was er immer gerne macht: Er fängt an zu analysieren, aufgrund früherer Erfahrungen Bilanz zu ziehen und versucht zu verhindern, dass dieser Zustand bedroht werden könnte. Das geschieht nur, weil der Verstand darauf programmiert ist, den Status Quo – das so sein – schützen zu wollen. Dazu versucht der Verstand sowohl das „in-seiner-Mitte-sein“, als auch die äußeren Umstände zu kontrollieren.

Irgendwie begreift der Verstand, dass er solches nicht wirklich kann, aber er wird alles tun, um sich die größtmögliche Sicherheit zu erschaffen. Wo macht er das am besten? In der 3-D-Realität, wo er zuhause ist, also zieht er unser Bewusstsein mit all seiner Kraft da hinunter. Das geht umso leichter, weil das Massenbewusstsein – von dem unsere eigenen Muster und Programmierungen Teil sind – an seiner Seite steht. Der Zug der „normalen Welt“ ist unglaublich stark.

Und schon kommt Zweifel auf: Es kann doch nicht so einfach sein, es ist gefährlich sich zu verlassen auf ein Wissen, das nicht auf alten, bewährten Erfahrungen dieser menschlichen Ebene beruht. Und ja, das nervt, denn gleichzeitig sind wir – ist unser Verstand – stolz darauf, auf dem Weg zum Selbst, zur Erleuchtung zu se

Die Brücke zwischen den Seinszuständen war schon immer da

Stopp! Wie war das? Der Verstand ist stolz darauf auf dem Weg zu sein? Das Ziel ist gar nicht so verführerisch, weil er am Ziel nicht länger gebraucht wird. Aber auf dem Weg zu sein, dabei kann der Verstand sein Spielchen – die Kontrolle – immer wieder zum Einsatz bringen. Wie ich ganz am Anfang schrieb: Man hat das Gefühl, das Leben im Griff zu haben. Da ist der Verstand schon in den Vordergrund gerückt.

Es sieht so aus, dass es uns nie gelingen wird, unseren Verstand zu überwinden. Und darin liegt auch die Auflösung des Themas „Zweifel“. Wenn wir uns selbst erfahren in unserem höheren Bewusstsein, ist kein Kampf und kein Widerstand da. Was so ist, ist wie es ist. Wir lassen unseren Verstand, sein Denken, seine Zweifel zu. Damit entfällt dem Verstand der Grund, sich gegen unseren erweiterten Bewusstseinszustand zu wehren.

Wir können uns erlauben, auf zwei Ebenen gleichzeitig zu verweilen: der erleuchteten bewussten und der menschlichen Ebene. Es bedarf aus menschlicher Sicht Übung und das ist auch gut so, solange wir dafür offen bleiben, dass wir auf der erweiterten Ebene schon immer in diesem Zustand des Hier-und-da-Seins waren.

                       

Die Brücke zwischen beiden Seins-Zuständen ist schon immer da gewesen. Das spannende ist, dass auch der Verstand Zugang dazu hat. Sonst hätte er nicht spüren können, dass wir in unserm wohligen erweiterten Bewusstsein waren. Der Verstand glaubt, das Zentrum zu sein, er ist aber ein Teil des Ganzen. Sobald wir nicht länger mehr versuchen, ein perfekter Mensch zu werden, aber eher unser Mensch-Sein zu würdigen, wird der Raum da sein, beides zu erfahren.

Es erlaubt uns in unserer Mitte zu sein UND das Wunder des irdischen, menschlichen Lebens wirklich wahrzunehmen.

Denis Rosendahl Huber mit liebevoller Unterstützung von Claudia Christine Pieper

Leitartikel aus dem Newsletter [Neues Bewusstsein - April 2018]

Dieser Newsletter erscheint unabhängig von Humanity´s Team.
Danke für die Erlaubnis der Veröffentlichung.


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