Artikel - Vollansicht

23.02.18 17:05 Alter: 296 days

Leitartikel aus dem Newsletter [Neues Bewusstsein – Februar 2018]

Facetten der Liebe

Spruch des Monats

Kenne die Ganzheit, Perfektion und Schönheit, die du bist. Lerne, an diesem Platz in dir zu ruhen, welcher dein wahres Zuhause ist. Finde die Liebe, die du suchst, indem du zuerst die Liebe in dir selbst findest.

                                                                                  Ravi Shankar

                      

Du hast es bestimmt mitgekriegt: in den letzten Wochen verlockten uns überall in Läden und auf Plakate bunte Herzen. Februar, Monat der Liebe. Klar, man will uns verführen zum Kauf einer Schachtel Schokolade, eines herrlichen Duftes oder tolles Schmuckstücks. Eine schöne Seite hat Valentinstag jedoch trotzdem: Wir werden daran erinnert, wie wichtig Liebe ist, wie besonders es ist, geliebte Menschen an seiner Seite zu haben.

Viele Menschen wählen den Valentinstag um ihrer Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. Etwas, dass im Gewühl des Alltags so leicht untergeht. Anderen dient es zum Spiel der Verführung. Die menschliche Liebe hat viele Gesichter, sie kann heilen, trösten, begeistern, fesseln und freisetzen.

Vor einem Jahr schrieben wir: Die wahre Liebe ist eine der am meisten falsch verstandenen menschlichen Erfahrungen. Und gerade weil sie so schwer zu verstehen ist, wurde sie immer wieder zurecht gebogen, bis sie den Zwecken der Menschen diente. Sie diente vielleicht manchmal nur dem eigenen Gewinn, aber meistens der führenden Klasse oder der Gesellschaft.

So gilt es in vielen Kulturen als selbstsüchtig, sich selbst zu lieben oder gar sich an die erste Stelle zu setzen. Es sei unsere Aufgabe, andere mehr als uns selbst zu lieben und dem Wohle des Ganzen zu dienen.

Man kann vermutlich ohne weiteres behaupten, dass die meisten Menschen sich selbst nicht – zumindest nicht wirklich – lieben. Wir tragen eine alte Prägung mit uns: Unsere Liebe soll nur einen anderen Menschen oder einem „höheren Wesen“ gelten. Und die Liebe für uns selbst, die kann nur von außen kommen: sie wird uns geschenkt oder wir haben sie uns verdient.

Dieses Bild der Liebe passt zu unserer menschlichen Art unsere Welt zu betrachten: Wir bewerten ständig unser Umfeld, die Menschen um uns herum und uns selbst. Allem hat die Menschheit ein Maß und einen Wert zugeordnet. So ist diese Liebe nie wirklich bedingungslos. (Ich liebe dich mehr als… Er ist deine Liebe nicht wert… Gott liebt dich, wenn…) Sie erscheint wie eine Substanz, die man geben, schenken, teilen, verhandeln oder sogar sich nehmen kann. Wir „bewerben“ uns um die Liebe (das Ansehen, die Wertschätzung) anderer Menschen, damit wir dann doch irgendwie auch noch selbst etwas haben von dem, das offenbar nicht im Inneren ist. Die „Liebe“ wird zum Drehpunkt ganzer Machtspiele. Dennoch gilt die Liebe als eine der schönsten Erfahrungen und am meisten ersehnten Gefühle der Menschheit.

Was ist denn das Geheimnis dieser Liebe, die wir anstreben, aber noch nicht fassen können?

Ich glaube, wie bei so vielem, kann man es erahnen, wenn man anschaut, was die Liebe nicht ist. Vielleicht sollten wir auch gar nicht mehr das so tief geprägte Wort „Liebe“ verwenden, denn:

  • sie hat kein Maß und kein Wert;
  • sie erzeugt keine Emotion. Sie ist eine Erfahrung, ein unbeschreiblich tiefes Gefühl, aber niemals eine Emotion, weil Emotionen aus dem Denken und nicht dem Herz hervor kommen;
  • sie kennt keine Bedürfnisse. Man kann sie nicht von anderen Menschen bekommen, man kann sie nicht verschenken. Wenn sie jedoch da ist, kann man sie aus ihrer eigenen Fülle heraus zu anderen hinüber fließen lassen;
  • sie hat keine Macht. Sie zwingt nicht, sie hat keine Absicht. Aber wenn sie gespürt wird, kann sie die eigene Kraft und Ermutigung hervorbringen;
  • sie ist nie aufdringlich oder laut. Sie singt ein stilles Lied;
  • sie ist nicht nur wenigen vorbehalten, weil sie einfach keinem gehört. Trotzdem dient sie allen. Sie ist immer da und immer da gewesen in jedem einzelnen von uns.

                         

Wie wäre es, wenn sie steht für Wer Wir Wirklich Sind? Für unsere Essenz? Unser Ich Bin?

Wie wäre es, einfach anzunehmen, dass sie immer in uns präsent und bewusst ist. Nicht von uns getrennt, aber eins mit uns. Dass es reicht, genau so still zu sein wie sie, um sie zu erfahren und auszudrücken in unserem Leben?

Ich wünsche euch euren Valentinstag an jedem Tag!

Denis Rosendahl Huber
(mit liebevoller Unterstützung von Claudia Christine Pieper)

Leitartikel aus dem Newsletter [Neues Bewusstsein - Februaruar 2018]

Dieser Newsletter erscheint unabhängig von Humanity´s Team.
Danke für die Erlaubnis der Veröffentlichung.


Weisheit des Jetzt
Wenn jeder dem anderen helfen wollte, so wäre allen geholfen.
- Marie von Ebner-Eschenbach

 

Evolution Revolution
         

Menschheitsteam
 
-Song und -Text