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20.12.17 06:47 Alter: 362 days

Leitartikel aus dem Newsletter [Neues Bewusstsein – Dezember 2017]

Neuer Alltag oder neues Leben

Spruch des Monats

Alles was du brauchst, alles was du wünschst, alles was du wählst zu erschaffen, jedes Potenzial eines jeden Augenblicks ist bereits in dir vorhanden.

Adamus Saint-Germain

                          

Es sind nur noch wenige Tage, bevor dies Jahr zu Ende geht. An der Schwelle zum neuen Jahr ziehen wir Bilanz. Uns beschäftigen die Fragen Wo stehe ich? Was konnte ich bisher noch nicht erreichen? Was wäre mein größter Wunsch?

Ich würde mich bedenkenlos als glücklicher, gesegneter Mensch bezeichnen wollen, aber da gibt es auch unerfüllte Träume, noch nicht erreichte Ziele. Veränderungen, die ich mir aufrichtig wünsche, zeigen sich nur langsam, sind nicht nachhaltig oder scheinen sich einfach nicht verwirklichen zu woll

Was verhindert denn, dass alles in Fluss gerät und das Erwünschte mühelos auf uns zukommt?

Weil wir wissen, dass wir zunächst bei uns selbst hinschauen müssen, anstatt die äußeren Umstände für unser Schicksal verantwortlich zu machen, bleibt die Frage, was eine „Veränderung“ eigentlich für uns bedeuten würde.

Es gibt natürlich viele Ebenen, auf der wir Veränderung sehen möchten, grundsätzlich sind aber unser Wohlbefinden und unsere Sicherheit der Anlass für den Veränderungswunsch. Näher betrachtet möchten wir eigentlich gar keine großen Veränderungen, sondern dass alles wieder so wird, wie wir es – unserer Vorstellung nach – einmal erlebt haben: überschaubar, bequem und sicher.

Letztendlich wünschen wir uns nur einen besseren Alltag, auch wenn wir diesen Wunsch mit Begriffen wie Fülle, Vertrauen, Liebe und Frieden verbrämen. Selbst unser spiritueller Weg, die Ausdehnung unseres Bewusstseins, sollte uns vor allem ein sicheres und angenehmes Leben bringen, in einem – von unserm Verstand geprägten – Rahmen.

Das Angebot an Methoden und Techniken für ein „besseres Leben“ ist reichhaltig. Manche Lehren basieren auch auf tiefergehenden spirituellen Erkenntnissen. Aber alle zielen kurz gefasst darauf, unser Denken neu zu programmieren, damit wir unser Leben besser lenken können. Das heißt: uns wohl und sicher fühlen.

Aber, geht es uns nun wirklich um die Erfüllung unserer menschlichen Wünsche oder steckt dahinter ein tiefes Sehnen? Versucht nicht unser Verstand nur dieses Sehnen, das für ihn nicht greifbar ist, auf der ihm bekannten menschlichen Ebene und mit den ihm verständlichen Werkzeugen zu erfüllen? Könnte das der Grund sein, weswegen wir uns nie ganz erfüllt fühlen?

Könnte es sein, dass die Erfüllung unser menschlichen Wünsche deswegen so schwer scheint, weil wir nicht über die Ebene hinaus gehen, auf der wir sie erfahren? Die Erfüllung dieser Wünsche ist nur ein Ersatz für das, was wir immer mehr ahnen: den Seins-Zustand der Seele. Erfüllt in sich selbst, wohl mit sich selbst, sicher in dem eigenen Sein. Wonach wir uns also wirklich sehnen, übersteigt unsere menschlichen Bedürfnisse. Dies bedeutet nicht, dass die menschlichen Wünsche unangemessen wären, sondern dass sie eine erweiterte Perspektive brauchen.

Unsere wahre Sehnsucht übersteigt die menschlichen Bedürfnisse

Wenn wir etwas ablehnen, was so ist, und uns das durch etwas anderes ersetzen wollen, bedeutet dies aber auch gleichzeitig, dass die Präsenz beider Potenziale immer vorausgesetzt ist. Fülle und Mangel, Leben und Tod, Opfer und Täter. So schwebt die menschliche Erfahrung zwischen zwei Gegenpolen und der Verstand bemüht sich, ein akzeptables Gleichgewicht zu finden. Er kann nur innerhalb seiner begrenzten Wahrnehmung erschaffen – ein Nehmen und Geben innerhalb gewisser Grenzen: Der Job ist zwar nicht schön, aber er bringt mir Geld. Meine Freiheit ist zwar eingeschränkt, aber ich glaube, ich bin in Sicherheit.

Unser erster Schritt unserer Bewusstwerdung war zu verstehen, dass wir Schöpfer unserer eigenen Realität sind. Der nächste Schritt ist jedoch, zu akzeptieren, dass der Schöpfungsprozess nicht vom Verstand kontrolliert werden kann, sondern vom Bewusstsein angestoßen wird. Jede nachhaltige Veränderung findet ihren Ursprung auf der Bewusstseinsebene und manifestiert sich erst dann in unserer Realität. Wie wäre es, wenn wir uns für diese erweiterte Perspektive öffnen:

Die Erfüllung meiner Wünsche ist schon da,
weil meine Seele schon zeitlos in dem Zustand der Erfüllung ist.

Es geht also nicht darum, ohne Wünsche zu sein, sondern uns bedingungslos der Erfüllung zu öffnen. Dies ist unser dritter Schritt: zu verstehen, das, was gerade so ist, der perfekte Weg ist, den wir uns gewünscht haben. Auch wenn uns dieser Weg uns vielleicht nicht gefällt, bringt er uns doch genau dahin, wo es für uns richtig ist.

Es war nur mein Bemühen aus beschränkter Sicht kleine, menschliche Schritte zu setzen,
welches dem Zufluss der Erfüllung im Wege gestanden hat.

Wenn ich meine beschränkte Vorstellung über die Erfüllung meiner menschlichen Bedürfnisse furchtlos ablege, erlaube ich mir zu erfahren, welche ungeahnten Gaben das Leben mir bringt. Dann öffne ich nicht nur die Tür für einen „besseren“ Alltag, sondern für ein neues Leben, in das die Schöpfungen der Seelenebene hineinfließen und sich entfalten können.

                            

Wenn ich in wenigen Tagen nun meine Bilanz dieses Jahres ziehen werde, habe ich es leichter: Alles ist genau so, wie es ein soll, und ich bin auf dem richtigen Weg. Was ich brauche, wird da sein, auch wenn mein Verstand es noch nicht wahrhaben wahrnehmen kann.

Und wie sieht es denn aus für die Bedürftigen, fragst du, für die Gequälten und die Geknechteten? Natürlich, handele dort, wo du es als hilfreich empfindest, aber ehre alle und verstehe, dass sie genau dort sind, wo sie sein sollten.

Die Botschaft für diese Tage ist, dich dir selbst und anderen in Liebe zu zuwenden, ohne Absicht oder Agenda, damit das Bewusstsein frei schöpfen kann, uneingeschränkt von menschlichen Bedürfnissen und Glaubenssätzen. Nur das öffnet den Weg zur Freiheit und Seligkeit aller.

Denis Rosendahl Huber

Leitartikel aus dem Newsletter [Neues Bewusstsein - Dezember 2017]

Dieser Newsletter erscheint unabhängig von Humanity´s Team.
Danke für die Erlaubnis der Veröffentlichung.


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Wenn jeder dem anderen helfen wollte, so wäre allen geholfen.
- Marie von Ebner-Eschenbach

 

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