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18.10.17 17:25 Alter: 33 days

Leitartikel aus dem Newsletter [Neues Bewusstsein – Oktober 2017]

Von: Wilfried

Wahrheit und Wahl

Spruch des Monats

Es ist alles eine Illusion. Kläre die Illusion. Gehe zurück zur Kernenergie und du wirst alles sehen, was die gegenwärtige Illusion aufgebaut hat.
Alles beginnt als Potenzial.
Gehe dorthin zurück. Gehe zurück zum Ursprung.

                                                                                            Tobias

                               

                                               „Wie stehst du in dieser Welt?“

Diese Frage wird auch uns öfter gestellt von Menschen, die wissen, dass wir „auf dem spirituellen Weg“ sind. Sie sind verunsichert beim Anblick einer Welt im Chaos und Umbruch, einer Gesellschaft, in der der Einfluss „böser Kräfte“ ganz nahe an jeden Menschen heranzukommen scheint.

Neulich kam diese Frage wieder mal auf mich zu, und sie kam diesmal nicht aus Neugier, sondern aus Verzweiflung und lähmender Angst. Was wäre denn meine Antwort angesichts der Ereignisse, die unsere Sicherheit, sogar unsere bloße Existenz bedrohen: die Chem-Trails, die Machtposition der Mafia bis in die höchsten Reihen, die dramatische weltpolitische Lage mit der direkten nuklearen Drohung, der Klima-Wandel, der Aufmarsch extremistischer Kräfte, ob politisch, ökonomisch oder religiös inspiriert?

Ich teile diese, meine Erfahrung mit euch, weil wir alle in gewisser Weise in jedem Moment diese Frage zu beantworten haben. Im Grunde geht es immer darum, wie wir als Mensch mit den Ereignissen dieser Welt umgehen. Ich möchte hier versuchen einen Weg aufzuzeigen, der es jedem von uns ermöglicht, unsere persönliche – im Alltag anwendbare – Antwort zu finden auf reale Fragen, wie: „Wie gehe ich um mit den Herausforderungen der heutigen Welt?“ oder „Wie agiere ich in dieser jetzigen Situation?“

Die Angst hinter der mir gestellten Frage war so authentisch und die Verzweiflung so greifbar, dass ich einen Moment in Stille verblieb. Gäbe es wirklich eine ausreichende, ermutigende Antwort?

In diesem kurzen Moment überlegte ich, auf welcher Ebene ich antworten sollte. Man kann sogar sagen, welcher Teil von mir die Frage beantworten soll

  • Die Essenz, der alles unwichtig ist.
    Wichtigkeit ist nur des Menschen Beobachtung. Meine Essenz schaut einfach auf das, was gerade da ist, und nimmt urteilslos dessen Vielfältigkeit, Tiefe und Zauber war. Dann nimmt sie den Kern dessen in sich auf, bereit für die nächste Erfahrung.
  • Der Mensch, der eine klare Orientierung braucht, damit das „Richtige“ getan werden kann.
    Der Mensch erlebt Dualität und meint daher, immer eine Positionierung zwischen ja/nein, gut/schlecht, unten/oben und so weiter zu brauchen, damit er sein Gleichgewicht behalten kann und nicht wortwörtlich wahnsinnig wird. Der Mensch sucht seine Antwort auf die Ereignisse seines Umfelds nur auf der Ebene seiner begrenzten Sicht und seiner aktuellen Lage.
  • Der erleuchtete Meister (die Seele, so man will) – der in gewisser Weise schon in uns allen präsent ist.Der Meister ist sich sowohl die Perspektive seiner Essenz bewusst, als auch jener des Menschen. Er wird deshalb einfach nur die unendliche Vielfalt an Antworten, die zur Wahl stehen, mit seiner Weisheit beleuchten wollen, auch wenn der Mensch nur eine, umfassende Antwort verlangt. Der Meister hat keine Präferenz, in dem Bewusstsein, dass jede Wahl einfach nur neue Wege freilegt. Für ihm zählt nur die Erfahrung des Seins.

Aus „höherer Sicht“ mag es ja unwichtig sein, wohin sich unsere, meine Welt bewegt; für mich aus meiner menschlichen Perspektive ist es jedoch hilfreich, einen klaren Halt zu haben, eine Formel, die mir immer den Weg zeigen kann anstatt nur eine auf das jeweilige Ereignis bezogene Antwort.

Für mich kann sich eine Antwort auf die Fragen des Lebens nur ergeben aus der Antwort auf zwei grundlegende Fragen:

  1. Was ist wahr?
    Diese Frage bezieht sich dann sowohl auf Informationen als auch Gedanken, Prägungen, Glaubenssätze, Eindrücke, Emotionen.
  2. Was wähle ich?
    Diese Frage bezieht sich auf meine Freiheit, zu wählen, ob ich mich von alten Erfahrungen oder von erwünschten Erfahrungen führen lasse. Lasse ich meinen Blick von Angst, Misstrauen und vielleicht auch nur Gewohnheit einengen oder erlaube ich mir, ein ganzes Potenzial an Möglichkeiten wahrzunehmen und daraus meine Realität zu gestalten?

Die beiden Fragen sind eigentlich wieder zurückzuführen auf nur eine: Welche Realität wähle ich?

Es gibt nicht nur aus höherer Sicht mehrere Realitäten. Jeder Mensch erlebt seine ganz individuelle Realität, die sich unauffällig im Laufe eines Lebens ändert, zum Beispiel auf Grund neuer Erfahrungen, Erkenntnisse und Begegnungen mit Menschen, deren Weltbild anders ist, als das eigene.

Realität, Wahrheit ist also immer eine persönliche Perspektive auf das Wahrgenommene. Über die gewohnte Perspektive hinaus zu gehen kann herausfordernd sein. Unser Verstand ist richtig gut programmiert und damit verbundene Emotionen haben uns meistens fest im Griff. Angst ist darunter vermutlich wohl die einflussreichste Emotion. Sie fragt immer wieder: Wie schütze ich meine Existenz? Angst behauptet: Ohne mich wärest du schon längst nicht mehr am Leben.

Sich dieses Schutz-Mechanismus bewusst zu sein bildet einen Schlüssel zum Perspektiven-Wechsel, wenn es darum geht die Wahl zu treffen: Was ist meine Realität?

                                                               

Lasst uns die Metapher eines Waldes anschauen. Stell dir vor du gehst in einem unbekannten Wald hinein.

  • Wie sieht es aus deiner Angst heraus? Tiere bedrohen dich, umfallende Bäume, Steine und Äste über der du stolpern kannst, Abgründe, tiefe Löcher, Finsternis.
    Sieht so ein Wald aus?
  • Wie sieht es aus deinem Staunen heraus? Die Vielfalt der Natur, Moos, Pflanzen, Sträucher, Bäume, Blumen, Insekten, Kleintiere, Vögel. Dazu immer wechselnde Farben, Lichteffekte, Düfte, Geräusche, die Struktur der Boden auf dem du gehst…
    Sieht so ein Wald aus?

Du kannst dir schon vorstellen, wie deine Wahl beeinflusst, was du wahrnehmen wirst, obwohl der Wald immer noch nur das ist, was es ist. Dieser Einfluss geht aber tiefer: Wir ziehen an, worauf wir unseren Fokus liegen. Wir stolpern, sobald wir versuchen nicht zu stolpern. Ein anderes Beispiel: der Equilibrist bleibt oben, weil ein Sturz keinen Platz in seinem Gedanken findet. Das Potenzial des Sturzes ist zwar da, wird aber nicht aktiviert.

In welchem Bewusstsein wir sind, bestimmt welche Erfahrungen wir in unsere Realität bringen.

Das bringt uns zurück zur ursprünglichen Frage: Wie stehe ich in dieser bedrohenden Welt?

Ich antwortete, dass die meisten gesagten Bedrohungen mich nichts angehen. Sind sie wirklich so real wie behauptet, auch für mich persönlich? Ich wähle es, der Angst nicht zu erlauben Teil meiner Realität zu sein. Täte ich es, so würde ich nur die Energien (Umstände, Menschen) nähren und anziehen, die diese und andere Bedrohungen in meine Realität bringen würden. Bin ich dagegen offen dafür, dass sich die Welt auch fügen kann nach meinem positiven Bewusstsein, so werde ich auch die Menschen und Erfahrungen in meinem Leben bringen, die diesem dienen. Tatsächlich habe ich schon in meinem Leben erfahren können, als sei ich unsichtbar für andere, als lebte ich auf einer kleinen sicheren Insel inmitten eines wütenden Meeres.

Bedeutet es, dass wir leugnen sollten, dass es Gefahren gibt und Menschen, die nicht wissen, was sie tun? Nein! Es gibt nun mal alles in unserem Wald: schöne Vögel und Raubtiere, Abgründe und blühende Wiesen. Es geht einerseits darum alles wahrzunehmen, nicht nur, was die Angst uns zeigt, und andererseits darum uns bewusst zu machen, dass unsere Perspektive, unser Bewusstsein tatsächlich unsere Realität mitgestaltet.

Natürlich können wir agieren, wenn wir sehen, wie unsere Umwelt bedroht wird oder wie Menschen ausgeschlossen und angegriffen werden. Wir können gute Nahrung wählen und vieles mehr. Tun wir dies aus Liebe und Begeisterung, nicht aus der Angst heraus, dann bewegen wir ein neues Potenzial, nicht nur für uns, sondern auch für Andere, die bereit sind.

Wie stehe ich in dieser Welt? Offen für alles, was da ist, ausgerichtet auf Schönheit, Zauber und weiteres Wachsen des Bewusstseins.

Wie agiere ich in einer von mir unerwünschter Situation? Offen für eine Lösung und mit innerer Klarheit.

Denis Rosendahl Huber

Leitartikel aus dem Newsletter [Neues Bewusstsein - Oktober 2017]

Dieser Newsletter erscheint unabhängig von Humanity´s Team.
Danke für die Erlaubnis der Veröffentlichung.


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