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26.06.17 07:41 Alter: 54 days

Leitartikel aus dem Newsletter [Neues Bewusstsein - Juni 2017]

Was sind deine Erwartungen?

Spruch des Monats:

Ich bin der Frieden, die Harmonie und der Mut, die sich heiter durch alles tragen, was mir begegnet.

                                                                                     Ramtha
                                 

 

Was sind deine Ansprüche an das Leben? Was erwartest du von der Gesellschaft, deiner Familie und insbesondere von deinen Liebsten? Und was erwartest du von dir selbst?

Neulich hat ein kleiner Vorfall zwischen mir und einem anderen Menschen mir auf einmal wieder bewusst gemacht, wie sehr eine gewisse Erwartung meine Beobachtung gefärbt und mein Verhalten geprägt hat. Für mich, und ich vermute für die meisten von euch, gilt, dass wir immer noch Erwartungen haben, die wir erfüllt sehen möchten oder von denen wir hoffen, dass sie nicht eintreten. Es stärkt uns zum Beispiel, die Anerkennung anderer Menschen zu bekommen. Oder es nervt uns, wenn der Freund „wie erwartet“ auch diesmal den gemeinsamen Termin vergessen hat.

Manchmal haben unsere Erwartungen auch die Form eines Wunsches: Gesundheit, finanzielle Fülle, Freizeit, ein zuverlässiger, verständnisvoller Partner…. Manchmal erwarten wir nur Negatives: Enttäuschung, Streit, Missgeschick und Mangel bis hin zu katastrophalen Weltkrisen, Terror und Untergang.

Es ist nicht falsch Erwartungen zu haben, sie sind eben menschlich. Näher betrachtet basieren sie aber fast immer nur auf erlernten Prägungen: Zu Gewohnheit gewordene Muster, Bedürfnisse aus unverarbeiteten Verletzungen und in Glaubenssätze verwandelten Gedanken – über andere, über sich, über die Wetterlage oder was auch immer.

Erwartungen implizieren, dass es immer Besseres gibt als was gerade vorhanden ist. Sie beziehen sich also nicht auf das, was gerade so ist, sondern auf das, was hätte sein sollen oder was in der Zukunft so sein sollte. Sie hindern uns daher daran, präsent zu sein im Jet

Erwartungen sind die Überreste unserer Vergangenheit.
Sie lenken uns vom jetzigen Leben weg.

Wenn wir in der Lage sind, unsere Erwartungen einfach anzuerkennen für das, was sie sind, dann können wir uns neue Erfahrungs-Perspektiven öffnen. Fehlt uns zum Beispiel wirklich die Anerkennung durch andere Menschen oder hindert nur unsere Bedürftigkeit uns daran, sie wahrzunehmen? Muss der Freund nicht einfach zu spät kommen, damit er unsere Erwartung an ihn erfüllt? Aber vielleicht kommt er meistens gar nicht zu spät – wir glauben das nur…. Wie wäre es, wenn wir uns erlauben, uns im jeden Moment zu freuen über die Leistungen unseres Körpers, über die Zuwendung unserer Freunde, den Frieden und die sichere Lage in der wir uns befinden?

Allerdings geht es nicht darum, unsere Gefühle zu verneinen oder unsere Gedanken zu ignorieren. Sie gehören nun mal zu den menschlichen Erfahrungen, die unser Leben so bunt machen. Sie zeigen uns ja, wer wir in dem Moment sind. Gleichzeitig ermöglichen sie es uns aber, andere, neue Perspektiven hinzuzufügen. Wir können uns enttäuscht fühlen, aber im selben Moment spüren, dass es eine andere Wahrheit gibt. Vielleicht wurde zwar eine Erwartung nicht erfüllt, aber gibt es dafür eine gute Begründung oder sogar eine unerwartete neue Erfahrung.

Eine solche Perspektivänderung bringt uns automatisch wieder ins Jetzt und zu uns. Nur an diesem Ort haben wir die Wahl, die Schleifen der Vergangenheit hinter uns zu lassen und neue Wege zu gehen.

Ein wichtiger Unterschied zwischen Erwartungen und Träumen und Wünsche ist, dass die letzten sich auf die Zukunft beziehen. Traum und Wunsch sind eine Realität, die wir uns frei und uneingeschränkt schöpfen können. Indem wir sie frei halten von Erwartungen und Kontrolle, können sie sich entfalten und sich in irgendeiner Form in unsere alltägliche Realität manifestieren. Wir brauchen sie nur mit unserer Begeisterung und Phantasie zu nähren und sie danach sich selbst zu überlassen.

Genauso bewirkt das Loslassen unserer Erwartungen eine Veränderung unserer Erfahrungen. Es braucht keine Mantren oder Affirmationen, keine Anstrengung: Nur die neugierige Offenheit für das, was bereits da ist und sich zeigen wird.

                                 

Eine solche Perspektivänderung bringt uns automatisch ins Jetzt und zu uns. Nur an diesem Ort haben wir die Wahl, die Schleifen der Vergangenheit hinter uns zu lassen und neue Wege zu gehen.

Nur im Bewusstsein des Jetzt schöpfen wir Neues

Unser Bewusstsein bestimmt, wie die Energien fließen, die unsere Realität kreieren. Klar spielt auch das Bewusstsein von anderen Menschen und das Massenbewusstsein eine Rolle dabei, wie unser Umfeld aussieht und auf uns wirkt. Je mehr wir aber bei uns sind, umso mehr werden die Energien der Schöpfung uns eine Realität spiegeln, die uns dient und Freude bringt.

Falls du, wie auch ich, dir deiner Erwartungen und Muster bewusst wirst, schaue einmal was in dir passiert, wenn du über sie hinausgehst und nur im Jetzt bist. Öffne ein neues Potenzial an Erfahrungen!

Denis Rosendahl Huber

Leitartikel aus dem Newsletter [Neues Bewusstsein - Juni 2017]

Dieser Newsletter erscheint unabhängig von Humanity´s Team.
Danke für die Erlaubnis der Veröffentlichung.

lustaufleben.net/neues-bewusstsein-juni-2017/

 


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Manchmal wollen Menschen die Wahrheit nicht hören,
denn das würde ihre ganze Illusion zerstören.
- Friedrich Nietzsche

 

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