Artikel - Vollansicht

15.03.17 14:18 Alter: 13 days

Leitartikel aus dem Newsletter [Neues Bewusstsein - Februar 2017]

Liebe

Spruch des Monats

„In jedem Augenblick verliebt sich die Seele erneut in sich selbst”

Adamus St. Germain

                         

Willkommen im Monat der Liebe – so nennen zumindest meine amerikanischen Freunde den Monat Februar mit dem Valentinstag. Upps, da sträubt sich etwas in mir, den Valentinstag hier zu benennen, gibt es da doch einen Anteil in mir, der damit nur die guten Geschäfte der Blumenläden, Süßwarenhersteller, evtl. auch Parfümerien oder gar Juweliere verbindet.

Doch! Ich wage es und nehme den Valentinstag zum Anlass, um über Liebe zu schreiben. Liebe – dieser Begriff, der wahrscheinlich so oft missbraucht wurde, dass ich kaum glaube, ihn in seiner Tiefe wirklich erfassen zu können.

Liebe ist eine der am meisten falsch verstandenen menschlichen Erfahrungen

Setz dich einen Moment zurück und spüre einmal in dir, was du mit diesem Begriff assoziierst. Ich vermute, dass die meisten Menschen zunächst an ihre Liebsten, ihre Kinder, vielleicht auch noch Freunde denken und an die Gefühle, die sie diesen Menschen entgegenbringen.

In der Bibel ist die Rede von den drei Formen: Eros (geschlechtliche Liebe), Phileo (menschliche Liebe) und als sogenannte Krönung die Agape (göttliche Liebe), gemeint als echte, tiefe sich selbst aufopfernde Liebe.

Ich frage mich: Kann die Liebe überhaupt sich selbst aufopfern? Ist es möglich, andere zutiefst zu lieben, wenn man sich selbst dafür aufopfert? Wird dieses Verständnis nicht von einem Bewusstsein geprägt, das die Trennung zwischen dem, was wir als Gott bezeichnen, und dem menschlichen Selbst als gegeben ansieht? Dabei hat Liebe so eine enorme Kraft, sie ist Schönheit, sie ist ohne Grenzen und wird immer größer, je mehr Du davon aus Deiner eigenen Liebesfülle gibst (ganz ohne Aufopferung). Liebe ist stark und sanft zugleich. Liebe umhüllt und lässt los.

Und auch diese Facette möchte ich hier ansprechen: Wie sehr können wir es uns erlauben, die Liebe und Zuneigung von anderen anzunehmen? Lässt du es zu, dass jemand dir ein großzügiges Geschenk macht? Oder fühlst du gleich, dass du etwas zurückgeben musst? Vielleicht kannst du dann in dir den Glaubenssatz finden, dass dein Herz nur offen ist, wenn du gibst, aber nicht, wenn du empfängst? Welche unbewussten Prägungen könnten da in dir noch schlummern? Vielleicht, dass Liebe bedeutet, sich selbst aufgeben zu müssen? Ich bin mir sicher, dass wir alle in der einen oder anderen Form diese Botschaft in unseren Kindheitstagen durch unsere Eltern, die Kirche, die Erzieher usw. erfahren haben.

Wird Liebe in der menschlichen dreidimensionalen Ebene mit dem Verständnis gleichgesetzt, dass es etwas ist, das nur im außen gefunden werden kann, dann erleben wir nicht die Flamme der Liebe, die tief in uns brennt. Wenn wir uns in einen anderen Menschen verlieben, ist es meist seine Ausstrahlung, sein Verhalten, welches uns anzieht. Vielleicht sogar etwas, das wir selbst gern wären. Wir platzieren sozusagen unsere Liebe dorthin, zu dem anderen Menschen, da dieser etwas in uns reflektiert. Anfänglich blenden wir dann alles aus, was uns nicht so gut gefällt, doch mit der Zeit kommen diese Dinge wieder in den Vordergrund, und die Liebe – so glauben wir dann – „lässt nach“… Wir glauben sogar, unsere Liebe dann dem anderen Menschen nicht mehr geben zu können.

Aber wie können wir etwas geben, was wir gar nicht in uns selbst finden oder fühlen können? Ich glaube, dass das nicht möglich ist. Nur wenn wir aus der Fülle unseres eigenen Seins schöpfen, unserer Liebe zu uns selbst, können wir das auch an andere weitergeben und es die Grundlage unseres Denkens und Handelns werden lassen. Dann können wir sagen: „Ich liebe mich so sehr, wenn ich bei Dir bin, wenn ich mich mit Dir zusammen erlebe.“ Mich selbst zu lieben, bedeutet, all die Vorstellungen über mich selbst loszulassen, die mir nicht dienen und mein wahres Selbst in meinen Gedanken, meiner inneren Einstellung und in meinen Taten wiederzufinden.

                                  

Während ich diese Zeilen schreibe, spüre ich, dass ich das, was für mich Liebe bedeutet, überhaupt nicht ganz in seiner/ihrer Tiefe durchdringen kann. Ich kann sie ahnen, diese Weite, dieses sich Ausdehnen, diese Unendlichkeit an Facetten, die unfassbar scheinen und sich nur so ausdehnen, wie auch mein Bewusstsein sich ausdehnt. Da gibt es kein Ende, kein „jetzt hab’ ich’s“, sondern nur Wachstum, Kreation, immer weitere, tiefere Dimensionen dessen, was Liebe ist, was sie sein kann, was sie sein wird. Ich stelle mir vor, dass jedes Mal, wenn ich glaube, sie nun erfasst zu haben, sich ein weiteres Tor öffnet, eine weitere Tiefe und Schönheit erschließt, die mich einladen, weiter zu dringen, weiter dieses Mysterium zu erfassen, welches nicht mit Worten beschrieben , sondern nur wirklich erfahren werden kann.

Ich möchte abschließen mit einigen Zeilen aus Gespräche mit Gott, die mich sehr berühren. Wenn ich sie lese, fühle ich eine innere Freude, fühle Begeisterung. „Ja, das will ich sein – ja, das bin ich wirklich.“ Und dann spüre ich die Anwesenheit dieser wahren, unendlichen Liebe, diese umhüllende Präsenz, diese Wärme im Herzen und die innere Einladung, das nächste Tor zu durchschreiten und in ihre weiteren Dimensionen zu dringen.

Ihr seid das Gute und Erbarmen und Mitgefühl und Verständnis.
Ihr seid Friede und Freude und Licht.
Ihr seid Vergebung und Geduld, Stärke und Mut, Helfer in Zeiten der Not, Tröster in Zeiten des Leids, Heiler in Zeiten der Verletzung, Lehrer in Zeiten der Verwirrung.
Ihr seid die tiefste Weisheit und höchste Wahrheit; der höchste Friede und die großartigste Liebe.
Diese Dinge seid ihr. Und es gibt Momente in eurem Leben, in denen ihr euch als diese Dinge erkannt habt.
Trefft nun die Wahl euch immer als diese Dinge zu erkennen.

Ich wünsche dir, dass deine innere Flamme der tiefen Liebe mit jedem Tag intensiver wird, du das Lächeln in deinem Herzen spürst und dich immer mehr daran erinnerst, wie großartig du bist! Du bist Liebe!

Claudia Christine

Leitartikel aus dem Newsletter [Neues Bewusstsein - Februar 2017]

Dieser Newsletter erscheint unabhängig von Humanity´s Team.
Danke für die Erlaubnis der Veröffentlichung.


Weisheit des Jetzt
Zum Beispiel produziert eine Gesellschaft, die in Angst lebt, sehr oft - eigentlich unvermeidlich - förmlich das, was sie am meisten fürchtet.
-
Neale Donald Walsch

 

Evolution Revolution
     
deutschsprachig


international

Menschheitsteam
 
-Song und -Text