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03.12.16 07:20 Alter: 2 yrs

Leitartikel aus dem Newsletter [Neues Bewusstsein - November 2016]

Was Jetzt?

Spruch des Monats

Du wirst frei sein,
wenn du deinen Glaubenssatz aufgeben kannst,
dass du einen Menschen nur dann lieben kannst, wenn er sich liebenswert gezeigt hat.

Abraham Hicks

   

Die letzten Monate habe ich den Wahlkampf in den Vereinigten Staaten verfolgt, allerdings nur als europäischer Außenseiter. Mit Distanz habe ich mir einige YouTube-Videos der Kandidaten angeschaut oder Berichte über ihre Debatten quergelesen. Weil wir relativ viele amerikanische Freunde haben, gab es auch von deren Seite manchmal bemerkenswerten Input.

Und dann am Mittwochmorgen hörte mein Menschliches Selbst das Ergebnis der Wahl und staunte doch ein wenig. Der Innere Meister aber zuckte nur die Achseln; ihm war das alles völlig egal.

Es ist mir bewusst geworden, dass wir Zeugen waren eines riesigen Schauspiels, in dem ein paar Hauptdarsteller ihre Hauptrollen gespielt haben, umgeben von zahllosen anderen Schauspielen – und die meisten unter ihnen wissen nicht einmal, dass sie auf einer Bühne stehen. Die Hauptdarsteller haben ganz wie geplant ihre Texte vorgetragen – aber haben wir sie dadurch wirklich kennengelernt? Zumindest ich selber kann nicht behaupten herausgefunden zu haben, was genau die Rolle des jeweiligen Darstellers ist, oder was denn genau die Essenz der Handlung ist.

Ach ja – und was ist eigentlich mein Anteil an dem ganzen Stück? Was wäre, wenn dies alles nur mein eigenes, persönliches Schauspiel wäre?

Der innere Meister spricht zum menschlichen Selbst und sagt: Genau, es ist tatsächlich nur dein Spiel! Du bist ja der Autor all‘ deiner Erfahrungen UND du bist mittendrin in einer gemeinsamen Erfahrung mit anderen Menschen. Aber du entscheidest, was dieses Stück für dich bedeutet; und weil du der Autor bist, kannst du dich zum jeden Zeitpunkt umentscheiden.

Jetzt ist da ein Innehalten, eine Stille zwischen dem ersten und zweiten Akt. Sollten nun das Bühnenbild und die Kostüme gewechselt werden? Möglich, aber ich verzichte auf das alte Anliegen, dass die Schauspieler ihre Charaktere ändern, oder sich höhere Ziele setzen. Lass‘ uns lieber für uns entscheiden, was wir erfahren möchten. Lass‘ uns nicht länger festhalten an alten Mustern, Beziehungen, Glaubenssätzen. Stattdessen werden wir einen tiefen Atemzug nehmen und erlauben, dass unsere eigene Geschichte sich entfaltet.

Ich wollte schreiben: „Wir wissen nicht, was nun geschehen wird.“ – Wir wissen es jedoch: Was wir in der nahen oder weiter entfernten Zukunft sehen werden, ist genau das, was wir erlauben da zu sein. Werden wir uns erlauben auf der Neuen Erde zu leben, oder der Alten Erde oder gar auf beiden gleichzeitig? Das Theaterstück bestimmt ja nicht unsere Erfahrungen – es dreht sich um die Energien, die durch uns hindurch fließen und wie wir selber entscheiden, was wir daraus machen.

Diese Tatsache ist natürlich verwirrend für unser menschlichen Selbst WASSS???? Ein einfach verrückter spiritueller Meister alleine kann doch NIE die Welt verändern!!
Für unseren inneren Meister ist es aber aufregend und spannend. Klar, lieber Mensch – ich möchte aber auch nicht die äußere Welt ändern. Alles, was ich tue, ist, meine Erfahrungen zu wählen. Somit bin ich deren Schöpfer und ich lasse meine Schöpfung sich frei entfalten, ohne Zwang, ohne Plan.

Wir sind frei, wenn wir uns trauen, der Beobachter des Weltgeschehens zu sein. Wir sind frei, wenn wir nicht länger urteilen müssen oder uns von Emotionen anderer Menschen mitreißen lassen. Wir sind frei, wenn wir uns nicht von unseren eigenen alten Emotionen, Mustern und Geschichten treiben lassen.

Es gibt unzählige Öffnungen für neues Potenzial in dem Moment des Jetzt. Der Zweite Akt fängt an. Stehen wir da in Angst, Wut und Zweifel? Oder sind wir in unserer Mitte und erlauben mit Freude und Neugier eine Neue Erde entstehen zu lassen?

Denis Rosendahl Huber

Leitartikel aus dem Newsletter [Neues Bewusstsein - November 2016]

Dieser Newsletter erscheint unabhängig von Humanity´s Team.
Danke für die Erlaubnis der Veröffentlichung.


Weisheit des Jetzt
Wenn jeder dem anderen helfen wollte, so wäre allen geholfen.
- Marie von Ebner-Eschenbach

 

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